Anders Essen

Gesund Essen

Sicherlich ist die Ernährung eine Wissenschaft für sich. Nicht umsonst behaupten Ernährungswissenschaftler, das viele Krankheiten lediglich durch falsches Essen hervorgerufen werden, bzw. durch richtiges Essen geheilt werden können.

Ganz grundsätzlich an das Thema heranzugehen scheint etwas zu sein, dass jeder machen kann, ohne sich besonders intensiv mit der Ernährung auseinander zu setzen.
Hier mal drei grundsätzliche Punkte:

  1. Wir essen um Leben zu können
  2. Wir haben Geschmacksnerven um die Nahrung zu differenzieren
  3. Wir trinken um nicht zu verdursten

 

Wenn wir also essen um zu leben, müssen wir so viel essen, dass wir überleben. Nicht mehr und nicht weniger.pe02547_

Das gelingt ja vielen Menschen nicht so ohne weiteres.
Wenn man z. B. eine sitzende Tätigkeit ausübt braucht man weniger Nahrung als wenn man körperlich schwer arbeitet.

Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das man dann ist während man lebt, also aktiv ist.

Der einfache und viel zitierte Satz

Morgens sollst Du essen wie ein Kaiser
mittags wie eine König
und abends wie ein Bettelmann

hat einen einfachen Hintergrund.

Der Verdauungsvorgang erfordert viel Energie und die Bewegung des Körpers. Die Darmperistaltik steht unter anderem auch im Zusammenhang mit der Atmung. Kommt der Mensch also zur Ruhe, verlangsamt sich auch die Darmperistaltik.
Aus diesem Grund soll man Morgens reichlich und ballaststoffreich essen. Abends jedoch nur noch wenig und vor allen auch leicht verdauliche Sachen. Um den Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem man die letzte Nahrung aufnimmt, muss man beachten, dass flüssige Nahrung etwa 30 - 60 Minuten allein im Magen verbleibt, feste Nahrung sogar bis zu 5 Stunden. Da im Magen aber nur ein Teil der Verdauung stattfindet ist es wichtig Abends frühzeitig nichts mehr zu Essen. Besonders aber, soll man Abends keine schwer verdauliche Nahrung mehr zu sich zu nehmen.

Schließen wir also daraus, dass das Wann beim Essen sehr wichtig, geradezu  grundlegend ist.

wpe39697Zum Beispiel ist der abendliche Obstsalat alles andere als gesund. Wird dieser, weil zu spät gegessen, nicht mehr verdaut und steht über Nacht im Dünndarm, bilden sich Fuselstoffe und diese belasten die Ausscheidungsorgane.
So ist es auch zu beobachten, dass Menschen die abends oft Obst Essen, häufig Kopfschmerzen haben. Oder es sind Menschen die schnell gereizt sind und häufig aus der Haut fahren.

Diese Symptome lassen sich z. B. auf eine Störung der Leber zurückführen. Die Leber wird durch die Fuselstoffe belastet, die sich aus dem Obstsalat bilden. So hat man mit dem Obstsalat genau das Gegenteil von dem erreicht was man erreichen wollte.

Auch schlecht verdauliche Nahrungsmittel, wie gemischte Salate sind keine Speise für Abends. Viele Menschen denken wenn Sie abends nur noch einen kleinen Salat essen, tun sie was ihr ihre Figur. Rein optisch mag das zwar zutreffen, schadet aber dem Darm und den Ausscheidungsorganen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass spätestens 18.oo Uhr die letzte, leichte Mahlzeit genommen werden soll. So kann das Abendbrot noch verdaut werden bevor die Ruhephase beginnt. (Natürlich ausgegangen von einen "normalen" Lebenswandel. Das heisst Aufstehen zwischen 6:oo und 8:oo Uhr, schlafen gehen zwischen 22:oo und 24:oo Uhr.)

Wir haben Geschmacksnerven um die Nahrung zu differenzieren.
Primär sind unsere Geschmacksnerven dafür da, uns vor giftiger oder verdorbener Nahrung zu schützen. Zusammen mit dem Geruchssinn leisten sie hier gute Arbeit. Der Geschmackssinn kann aber noch wesentlich differenzierter eingesetzt werden.
Der Mensch braucht die verschiedensten Nährstoffe um korrekt zu funktionieren.

Isst man immer nur Nudeln, wird man bald Mangelerscheinungen zeigen.
Die Kost muss ausgewogen sein. Sicherlich ist es heutzutage nicht mehr so einfach reflektierend über die Geschmacksnerven zu wissen, welche Nahrung der Körper jetzt braucht. Beim typischen Büro-Menschen funktionieren oft nur noch die Anweisungen

  • Kaffee
  • Pizza

Das Richtige Essen, ist sicherlich nicht ganz einfach. Hier soll erst einmal nur auf die grundsätzlichen Verhaltensweisen beim Essen eingegangen werden. Jeder sollte aber versuchen auf seinen Körper zu hören und so nicht nur zur richtigen Zeit, sondern auch das Richtige zu Essen.

Wir trinken um nicht zu verdursten.
Eigentlich ist die Überschrift nicht sonderlich gelungen. Da der menschliche Körper zu ca. 80% aus Wasser besteht kommt dem Trinken eine weitaus grössere Bedeutung zu.
Wenn wir nur Trinken würden, um nicht zu verdursten, würde vermutlich eine Tasse Wasser am Tag ausreichen um zu überleben. Gut würde es uns dann aber nicht gehen.
Wasser ist an sehr vielen Prozessen im Körper beteiligt und selbst wenn wir hier nur über den Stoffwechsel sprechen, sollte ein erwachsener Mensch am Tag mindestens 1 bis 2 Liter trinken.
Die irrige Annahme man könne ja auch zwei Liter Brause trinken ist bei Licht besehen, bestenfalls eine schlechte Ausrede. Tatsächlich ist nur Wasser oder alternativ ungesüßter Tee das Mittel der Wahl um "Durst" zu löschen.

Ein einfacher Anachronismus ist hier das Wäsche Waschen. Würden wir unsere Kleidung mit Kaffee oder Brause waschen, würden wir sicherlich ein hervorragendes Ergebnis erzielen. Eine Funktion des Wassers ist nun mal die Reinigung des Menschen von innen. Andere Getränke tragen selbst so viele Stoffe mit, die Ausgeschieden werden müssen dass sie den Körper mehr belasten als ihm helfen.

 

Verdauungsvorgang
Zum Verdauungssystem muss man alle Teile des Menschen rechnen, die an der Verdauung tatsächlich beteiligt sind.
Das fängt beim Kauen an. Wenn die Nahrung ausreichend zerkleinert wird hat das zwei Vorteile. Zum einen lassen sich im Magen die Teile besser und schneller lösen, zum anderen wird die Nahrung mehr mit Speichel vermischt. Der Speichel verändert die Nahrung chemisch und bereitet sie so für die folgenden Verdauungsorgane vor. (Das Essen mit reichlich Flüssigkeit herunterspülen hat übrigens nicht den selben Effekt. Ganz im Gegenteil, erschwert dies den ersten Teil der Verdauung. Deshalb ist also das reichliche Trinken während des Essens nicht zu empfehlen.)
Die Speiseröhre befördert den Nahrungsbrei dann in den Magen. Ein kräftiger Muskel verhindert, dass die Nahrung aus dem Magen wieder in die Speiseröhre zurück fließen kann. Kommt es doch zu einem Rückfluss (Sodbrennen) sollte dies nicht einfach als normal angesehen werden. Sodbrennen ist durchaus eine ernstzunehmende Krankheit die Folgen nach sich ziehen kann. Hier sollte man mit seinem Arzt oder Heilpraktiker sprechen.
Im Magen wird der Nahrungsbrei mit verschiedenen verdauungsfördernden Substanzen vermischt und langsam zum Magenausgang geschoben.
Im Zwölffingerdarm, der nächsten Station werden die Bestandteile der Nahrung weiter aufgespalten und der Nahrungsbrei wird wieder basisch gemacht (die Salzsäure des Magens wird neutralisiert, damit sie den Darm nicht selbst verdaut).
In den beiden weiteren Abschnitten des Dünndarm, dem Jejunum und dem Ileum, findet der Hauptteil der Verdauung statt. Hauptaufgabe des Dünndarms ist es, die Nahrung zu Ende zu verdauen und die entstandenen Nahrungsbausteine zusammen mit Wasser, Mineralstoffen und Vitaminen aufzunehmen. Ist dieser Vorgang abgeschlossen wird der restliche Nahrungsbrei, also die nicht verwertbarem Bestandteile, in den Dickdarm weiter geleitet.
Im Dickdarm geht es etwas gemütlicher zu. Es werden durch verschiedene Prozesse die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung zerlegt und es wird das überschüssige Wasser entzogen.
Am Ende Verdauungsvorganges liegt der Mastdarm. Ist der voll machen die Babys in die Windel. Die älteren schaffen es hoffentlich schon auf eine Toilette. Ach, Po abwischen, Spülen und Hände Waschen nicht vergessen.

 

 

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Letzte Änderung: Sonntag, 12. Februar 2017 , (c) M. Schebsdat, Naturheil - WEB